Guten Morgen, Froschhausen! Hier sind deine täglichen News von froschhausen Punkt info, für Froschhausen, Seligenstadt und die Region. Heute ist Mittwoch, der fünfte August zweitausendsechsundzwanzig. In dieser Ausgabe: die höchste Waldbrandgefahrenstufe für unsere Region, das Aus für eine Traditions-Forellenzucht nach einhundertzwanzig Jahren, der Kerb-Countdown mit einem Brauch zum Mitreden, und ein Krabbeltier, das es sich bei uns gemütlich macht.
Höchste WaldbrandgefahrWir starten mit einer ernsten Nachricht. Der Deutsche Wetterdienst meldet für unsere Region die höchste Waldbrandgefahrenstufe, die es gibt: Stufe fünf. Sie gilt für Frankfurt, Offenbach und Darmstadt, und fast alle Messstationen in Hessen liegen mindestens bei Stufe vier. Der Hintergrund ist schnell erklärt: Der Juli war der trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen, es fielen nur vierzehn Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Seit Jahresbeginn hat es in Hessen rund einhundert Waldbrände gegeben, betroffen war eine Fläche von etwa sechzehneinhalb Hektar. Das sind ungefähr dreiundzwanzig Fußballfelder. Das hessische Forstministerium hat deshalb die Alarmstufe A ausgerufen, die erste von zwei Stufen. Für uns alle heißt das ganz konkret: im Wald bitte nicht rauchen, keine Zigarettenkippen aus dem Autofenster werfen, und die Zufahrtswege für die Feuerwehr freihalten. Die Böden sind vielerorts staubtrocken und die Flusspegel niedrig. Ein Funke reicht da schon.
Forellenzucht schließt nach 120 JahrenEin Stück Seligenstädter Alltagsgeschichte geht zu Ende. Die Forellenzucht Burkard an der Rilkestraße schließt nach einhundertzwanzig Jahren. Auf dem Gelände sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt zwölf Eigentumswohnungen entstehen, zu Preisen zwischen vierhunderttausend und achthunderttausend Euro. Bauherr ist ein Bauunternehmen aus Seligenstadt. Warum die Zucht schließt, wird in der Quelle nicht genannt, und wir spekulieren darüber ausdrücklich nicht. Was bleibt, ist der Respekt vor einhundertzwanzig Jahren Arbeit an einem Ort. Solche Betriebe prägen ein Ortsbild über Generationen, oft ohne dass man groß darüber spricht.
Kerb-Countdown: noch drei TageUnd jetzt zum Schönen: In genau drei Tagen geht die Froschhäuser Kerb los. Von Samstag, dem achten, bis Montag, dem zehnten August, wird gefeiert, und zwar am Sängerheim des Gesangvereins Liederfreund, Am Sandborn Nummer vierunddreißig. Der Eintritt ist frei. Eingeladen hat der Gesangverein Liederfreund, der schon seit achtzehnhundertachtundfünfzig besteht. Auf dem Programm stehen Livemusik am Samstagabend, der Sängerfrühschoppen am Sonntag und die traditionelle Kerbebeerdigung am Montagabend. Dazu kommen Fahrgeschäfte und ein Kettenkarussell. Gefeiert wird auf dem Gelände von Harmonie und Liederfreund. Also: Kalender freihalten und weitersagen.
Wusstest du schon: die KerbebeerdigungBleiben wir gleich bei der Kerb, denn ein Programmpunkt verdient eine Erklärung: die Kerbebeerdigung am Montagabend. Dabei wird die Kerb am Ende symbolisch zu Grabe getragen. Das Fest wird also feierlich beerdigt, mit allem, was dazugehört, und natürlich mit einem kräftigen Augenzwinkern. Getragen wird der Brauch traditionell von den Kerbborsch, also Gruppen junger Leute, die den Festzug gestalten. Das Wort Kerb kommt übrigens von Kirchweih, dem Weihetag der Dorfkirche. Ursprünglich war das ein rein kirchliches Fest, das im Lauf der Jahrhunderte immer weltlicher wurde, bis daraus das Dorffest geworden ist, das wir heute kennen. Wenn am Montagabend also die Kerb zu Grabe getragen wird, dann ist das keine traurige Sache, sondern der Schlusspunkt, den sich die Leute hier vor langer Zeit ausgedacht haben. Froschhausen ist seit zwölfhundertsiebenundachtzig urkundlich belegt und hat über neunundzwanzig aktive Vereine. Bräuche wie dieser sind der Grund, warum das kein Zufall ist.
Schulstart am KerbmontagFür die Schülerinnen und Schüler in Hessen wird es ernst. Die Sommerferien laufen noch bis Freitag, den siebten August. Am Montag, dem zehnten August, beginnt das neue Schuljahr, und das ist ausgerechnet der Kerbmontag. Das heißt: Am Vormittag Schulranzen, am Abend Kerbebeerdigung. Wer Kinder hat, sollte diese Woche also noch die Schulsachen zusammensuchen, bevor am Wochenende die Kerb dazwischenkommt. Wir wünschen allen einen guten Start ins neue Schuljahr.
Eine Ameise mit Appetit auf GehwegeJetzt zu etwas, das man erst mal zweimal lesen muss. In Froschhausen ist die Große Drüsenameise nachgewiesen worden. Diese Art stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und breitet sich in unserer Region aus. Das Problem an ihr ist nicht das Krabbeln, sondern das Graben: Ihre Kolonien buddeln den Sand unter Gehwegen weg und beschädigen so die Wege. Berichtet hat darüber die Offenbach-Post. Welche konkreten Gegenmaßnahmen die Stadt ergreift, geht aus der uns vorliegenden Quelle nicht hervor. Wer es genauer wissen will, findet die Einzelheiten im Originalbericht der Offenbach-Post.
Die neue Für Uns ist daEin Hinweis für alle ab sechzig, und für alle, die jemanden in dem Alter kennen. Die neue Ausgabe der städtischen Zeitschrift Für Uns ist eingetroffen, sie deckt den Zeitraum August bis Oktober ab. Themen sind unter anderem der Umzug der Geschäftsstelle der Volkshochschule nach fünfunddreißig Jahren und mentale Gesundheit im Alter. Das Heft ist kostenlos und liegt im Rathaus aus, in der Tourist-Info, in der Stadtbücherei, im Stadtarchiv, im Nachbarschaftshaus, in den Bürgerhäusern und im Bürgeramt. Wer lieber am Bildschirm liest, findet es auch online auf der Seite der Stadt und beim Portal der Seligenstadt Marketing und Tourismus GmbH.
Vierzig Jahre im StandesamtZum Schluss eine Ehrung aus dem Rathaus. Oliver Schäfer, Standesbeamter beim Standesamt Seligenstadt, feiert sein vierzigstes Dienstjubiläum. Angefangen hat er neunzehnhundertsechsundachtzig mit einer Verwaltungsausbildung in Büdingen, neunzehnhundertsiebenundneunzig wurde er zum Standesbeamten bestellt, und seit Januar zweitausendeinundzwanzig arbeitet er für die Stadt Seligenstadt. Zu seinen Aufgaben gehören die Beurkundung von Geburten, Eheschließungen und Sterbefällen, dazu Trauungen und Einbürgerungen, mit einem Schwerpunkt im Namensrecht. Das ist ein Beruf, bei dem man die Menschen an den größten Tagen ihres Lebens trifft, und manchmal auch an den schwersten. Geehrt wurde er von Bürgermeister Doktor Daniell Bastian, dem Ersten Stadtrat Oliver Steidl, Amtsleiter Thomas Lange und der Personalratsvorsitzenden Traudel Kramer. Und noch ein Hinweis für alle Betriebe in der Region: Der Kreis Offenbach sucht wieder Arbeitgeber als Chancengeber, also Betriebe, die Menschen einstellen, die es auf dem Arbeitsmarkt schwerer haben. Bewerben kann man sich noch bis zum vierten September.
Zum SchlussDas war der Überblick für heute. Alle Meldungen zum Nachlesen, die Quellen und das vollständige Transkript findest du auf froschhausen Punkt info slash news. Und denk dran: Am Wochenende ist Kerb. Diese Ausgabe wurde automatisch erstellt und mit meiner geklonten Stimme eingesprochen.